Startseite Dienstplan Jugend Einsätze Gästebuch Archiv Geschichte Dokumente

Geschichte

1910
• 31. August 1910 - Gründung einer “freiwilligen“ Feuerwehr in Marbach - Beschluss in einer Gemeindesitzung
-Feuerwehrhauptmann Paul Mai (bis 1930 1. Hauptmann)
-Steigerführer Karl Küttner
-Spritzzugführer Artur Eishold
-Schriftführer und Kassierer Louis Frenzel
-Vertrauensmann Edwin Breitschneider
-Steiger Karl Vogtländer
• 13 Mann wurden vorschriftsmäßig ausgerüstet und es sollten noch weitere 11 Mann ausgerüstet werden. Die Aufnahmeprüfung der Feuerwehr fand am 11. Dezember 1910 statt.

1911
• Der Bericht über die Aufnahmeprüfung der “freiwilligen“ Feuerwehr in den Landesverband sächsischer Feuerwehren wird vorgetragen. Zur “freiwilligen“ Feuerwehr gehörten 16 Wehrleute.
Diese setzten sich zusammen aus:
-5 Geschäftsleuten
-6 Wirtschaftsgehilfen
-1 Restaurator
-1 Schumachergehilfe
-1 Gutsbesitzer
-1 Maurer
-1 Schlosser

1912
• Für die “freiwillige“ Feuerwehr werden 60,- Mark bewilligt (Leiter, Schlauchringe, Verbindungsstücke).
• Der Platz vor dem Steigerturm wurde von der Kirche gekauft.
• Besichtigung der “freiwilligen“ Feuerwehr durch die Amtshauptmannschaft Döbeln mit dem Ergebnis “GUT“.

1913
• 100 m Spritzenschlauch konnten gekauft werden.

1920
• Glasermeister Mai erhält Ehrendiplom der Feuerwehr.
• Besichtigung der Feuerwehr mit dem Ergebnis “VORZÜGLICH“.
• Eine Spritze soll in Obermarbach stationiert werden.

1921
• Kauf einer Handdruckspritze (Flader Jöhstadt) sowie 40 m Schlauch.

• Sattler Zache wird neuer Mannschaftsführer der Pflichtfeuerwehr.
• Beim Versicherungsverband Leipzig wie folgt versichert:
-35 Mann FF
-140 Mann Pflichtfeuerwehr
-mit je 1000,- Mark bei Todesfall und 2 Löschpferde mit 500,-Mark
• Infolge der Geldentwertung entstanden höhere Versicherungssummen.
• Anschaffung einer Scheinwerferlaterne beschlossen.

1922
• Entlang des Dorfbaches will die “freiwillige“ Feuerwehr kleine Staubecken (Höhe ca. 35 cm) errichten.

1923
• Die Versicherungssumme für die Feuerlöschpferde beträt jetzt 3 Millionen Mark

1924
• Neuer Steigerhausturm wurde fertiggestellt und eingeweiht.

1925
• Steigerhaus wird gestrichen.
• Überprüfung der “freiwilligen“ Feuerwehr und Empfehlung zum Bau von Staubecken, Gemeine lehnt ab.

1930
• Feuerwehrhauptmann Paul Mai ist zurückgetreten - neu gewählt wird als 2. Hauptmann bis 1948 im Amt der Gastwirt Paul Otto.
• Es werden eine Anlegeleiter und 100m Schlauch gekauft.
• 4. Feuerwehrleute erhalten ein Ehrendiplom der Feuerwehr.

1931
• Auf Anregung von Hauptmann Otto gewährt die Gemeinde eine Pauschalsumme von jährlich 150,- M. zur Teilnahme an Konferenzen, Überprüfungen sowie für die Anaschaffung von Schlauchmaterialien.

1932
• Alarmierung mit Feuermelder von Elektromeister Müller.
• Es wird ein Feuerwehrausschuss gebildet - vom Gemeinderat werden gewählt: die Herren Lippmann, Paul, Bennewitz und Winkler.
• Die “freiwillige“ Feuerwehr soll ihre Leute selbst benennen.
• Es wird beschlossen, die Versicherung für die Löschpferde fallen zu lassen.

1933
• Stromanlage für Feuerwehr in Obermarbach bei Franz Horn (203).

1934
• Feuerlöschteich bei Felgner gebaut.

1935
• Raum für Feuerwehr und Freibank sollen an den Steigerturm angebaut werden.

1936
• Bau eines neuen Spritzenhauses und einer Freibank, im selben Jahr noch Einweihungsfeier.
• Neue Dienstbekleidung wird eingeführt.

• Die “Freiwillige Feuerwehr“ Marbach wird motorisiert!

• Das Bild zeigt einen Einblick in das neue Spritzenhaus. Links die 1921 gekaufte Flader Handdruckspritze für Pferdezug mit 40 m Schlauch.
Rechts im Bild steht die erste Tragkraftspritze mit Benzinmotor TS 4, auch von der Spritzenfabrik Flader Jöhstadt, Baujahr 1935, Saughöhe 7,5, Spritzdruck etwa 10 at. Wassermenge 400 l/min, dazu 120m Schlauch. Die Pumpe ist ein Messingausführung und hat dadurch ein hohes Eigengewicht, ist aber sehr zuverlässig.
Bildmitte zeigt das erste Marbacher Feuerwehrauto. Dazu einige technische Daten:
Fabrikat “Elite“ Baujahr 1935, 4 Zylinder Ottomotor mit 70 PS, Platz für 10 Feuerwehrleute einschließlich Fahrer und Beifahrer, 2 Hagenleitern je 4 m lang, 2 Schlauchhaspeln mit je 40 m Schlauch und anderem Zubehör. Für die damals noch junge Kraftfahrzeugindustrie eine Spitzenleistung an technischer Perfektion.

1938
• Feuerlöschteich Götze wird ausgebaut

1939 bis 1945
• wütet in Europa der 2. Weltkrieg. Auch in diesem Krieg wurden Feuerwehrleute in das Militär einberufen und schwächten dadurch den Brandschutz. Hierauf wurde mit Einberufung von Ergänzungsmannschaften per Notdienstverordnung der Pflichtfeuerwehr reagiert. Auch werden die Gemeinden angewiesen, die überörtliche Löschhilfe nicht mehr in Rechnung zu stellen. Auch wird die überörtliche Hilfe stark ausgebaut, was dazu führt, dass in der Ausrückeordnung für die Gemeinde Marbach in der dritten Alarmierungsebene die Städte Freiberg und Waldheim aufgeführt sind. • Die Feuerwehr musste trotz der massiven Einschränkungen, kaum Personal und Verbrauchsmaterial (vor allem Sprit), weiterhin die Einsatzbereitschaft gewährleisten. Dies gelang im Großen und Ganzen auch durch große persönliche Einsatzbereitschaft der beteiligten Personen.

1948
• In den Jahren 1948 - 1952 leitete Schönherr Hugo (Schmiedemeister) als 3 Hauptmann die Marbacher Feuerwehr.

1952
• Die Löschteiche sollen geschlämmt werden, da währen der Kriegszeit keine aktive Tätigkeit der Feuerwehr möglich war. Die zwei Feuerlöschteiche bei Richter und Lange in Obermarbach sollen in Ordnung gebracht werden. Als 4. Hauptmann in der Geschichte der Marbacher Feuerwehr übernimmt von 1952 - 1956 Otto Kurt das Amt. Die Wehr setzt sich in diesem Zeitraum aus 32 Kameraden und noch einigen passiven Mitgliedern zusammen. Eine Sirene im Ort ist unzureichend. Die größeren bäuerlichen Betriebe sollen sich selbst einen kleinen Teich für Notfälle anlegen, da es für die Feuerwehr schon immer Schwierigkeiten in Bezug auf Löschwasserentnahmestellen, Entschlammen und instandsetzten dieser gab. Hier spielten Besitzverhältnisse eine wesentliche Rolle.

1953
• Hauptmann Kurt Otto beanstandet den schlechten Zustand des Feuerwehrwagens (kaum einsatzfähig). Aus Ersatzteilmangel war eine Instandsetzung schwer möglich.

1954
• Mai 1954 erhält die Marbacher Feuerwehr einen ZPKW mit Kraftstoffbehälter auf dem Dach. Das Fahrzeug war nur mit 4 Personen zum Mitfahren geeignet. Die TS konnte angehängt werden, jedoch waren nicht viele Zusatzgeräte vorhanden. Laut Übergabeprotokoll befand sich das Fahrzeug befand sich in einem ordnungsgemäßen Zustand. Zu diesem Fahrzeug muss erwähnt werden, dass es den letzten Elan der Kameraden gefordert hat. Bei Einsätzen gab es allgemeines Gelächter der Einwohner, da das Fahrzeug in jeder Kurve stehen blieb und mit einer Handkurbel wieder in Gang gebracht werden musste.

1956
• Zu dieser Zeit fungierte Siegfried Tränker als 5. Feuerwehrhauptmann. Ab Mai 1957 übernahm Kamerad Rolf Zill als 6. Hauptmann diese Funktion. Von der FFW Frankenberg wurde der FFW Marbach ein mit Hartgummi bereiftes Löschfahrzeug mit Bugstütze und Kulissenschaltung, auf der rechten Seite außen, übergeben. Der Kraftstoffbehälter befand sich unter dem Beifahrersitz mit ca. 200 Liter Inhalt. Die Förderpumpe war defekt. Das Fahrzeug beruhte auf dem Prinzip des Falltreibstoff und konnte nur mit 3 Spezialisten in Gang gesetzt werden. Bei 130 l Tankinhalt blieb das Fahrzeug stehen, gefahren wurde es in der Wehr von 1957 - 1959. Der Benzinverbrauch lag bei ca. 120 l pro 100 km.

1960

• Im März 1960 erhielt die FFW Marbach ein LP12 Mercedes, Baujahr 1934 von der FFW Mittweida. Es befand sich in einem ordnungsgemäßen Zustand. Das Fahrzeug war offen mit seitlichen Sitzreihen und Halteriemen. Es war reichlich bestückt und schnell. Durch die große Initiative der Kameraden bei der intensiven Pflege und Instandsetzung was es bis zum Jahr 1968 steht einsatzbereit.

1969
• Am 14. November erfolge die Übergabe eines neuen B 1000 (KLF). Der Wert des Fahrzeugs betrug 30000 M. Dieses Fahrzeug bereitete allen Kameraden viel Freude, da es handlich, schnell, vielseitig und einsetzbar war und keiner großen Pflege bedurfte. Der B 1000 wurde am 13. April 1974 an die FFW Berdersdorf übergeben, da Marbach am 06. Juni 1974 ein anderes Löschfahrzeug erhielt.

1974

•Es handelte sich dabei um ein LO 1800, Baujahr 1969, Wert 60000 M von der FFW Frankenberg. Es war allerdings mit einigen Mängeln behaftet. Für die Pflege und den tech. Zustand der Löschfahrzeuge erhielten wir seit 1969 beim KfZ-Apell nur einmal die Note 2 und 3 , ansonsten immer die Note 1.
•Die nachfolgenden Jahre waren ausgefüllt mit der praktischen Aus- und Weiterbildung der Kameraden. Bei Leistungsvergleichen hatten die Kameraden über Jahre die Gelegenheit, ihr theoretisches und praktisches Wissen unter Beweis zu stellen. Sie belegten immer mittlere Plätze, was doch von einem soliden Ausbildungsstand zeugt. Die Kameraden der FFW Marbach waren an zahlreichen Einsätzen beteiligt. Das geht von den vielen Stunden beim Entschlämmen der Löschwasserstellen, um eine Einsatzbereitschaft zu gewährleisten, bis zum Auspumpen von Kellern und Brunnen bei Hochwasser, wie im Sommer 1983.

1986

• Im Mai feierten die Kameraden der FFW Marbach ihr 75jähriges bestehen. Ihr gehörten zu dieser Zeit 39 Kameraden im alter von 20 bis 60 Jahren an. Die Ältesten konnten mit Stolz eine 40jährige Zugehörigkeit vorweisen.

1987

• wurde in der FFW Marbach eine Frauengruppe gegründet, sie bestand aus 6. Frauen. Ihre Aufgaben bestanden hauptsächlich darin im vorbeugenden Brandschutz, z.B. Brandschutzbegehungen.
• Mit der politischen Wende 1989 begann auch für die FFW Marbach eine neue Zeit...

1990
• Im Frühjahr wurde dank der Familie Auerswald eine Partnerschaft mit der FFW Biesfeld begonnen. Sie wurde mit den beidseitigen Besuchen der Wehren besiegelt.

1991

• Am 01.03.91 bekamen wir von den Kameraden der FFW Biesfeld einen TLF 16 - 24 als Geschenk. Das Fahrzeug der Marke Magirus Deutz befindet sich in gutem technischen und feuerwehrtechnischem Zustand und hat uns bis heute viel geholfen und gute Dienste getan.
• Dieses Fahrzeug ist heute immer noch bei uns im Dienst, und durch seinen großen Wassertank das Rückgrat unserer Wehr.
• Am 07.03. wurde der Feuerwehrverein Marbach e.V. gegründet, welcher aus 38 Kameradinnen und Kameraden bestand.

1993
• Am 12.11. wurde die Jugendfeuerwehr Marbach gegründet. Ihr gehörten 11 Jungen und 2 Mädchen an. Im Laufe ihres Bestehens habe sie schon mehrere Ausscheide bestritten, wovon viele Urkunden und Pokale im Gerätehaus zeugen. Diese Jugendlichen sind der Garant für den Fortbestand der Wehr.
• Am 01.09.92 trat die FFW Marbach dem Schlauchverband des Kreises Hainichen bei. Damit wurde eine kontinuierliche Überprüfung und Wartung der Feuerwehrtechnik gewährleistet.
• Durch die Schließung der Gaststätte Rüdiger, wo die Winterdienste durchgeführt wurden, fehlte und ein geeigneter Raum. Dank der guten Arbeit unseres Wehrleiters, Rolf Zill, wurde 1992 mit dem Umbau des Gerätehauses begonnen. Auch hier haben die Kameradinnen und Kameraden unzählige freiwillige Aufbaustunden geleistet.

1995
• Im Januar übernahm Frank Quaas die Wehrleitung der FFW Marbach als 7. Wehrleiter. Sein Vorgänger, Rolf Zill, hat die Wehr 39 Jahre ehrenvoll geleitet.
• Seit 1995 führen wir einen musikalischen Frühschoppen durch sowie ein Maifeuer mit Lampionumzug für die Kinder. Die Veranstaltungen finden bei unseren Bürgern einen großen Anklang.

1996
• Mit dem Gemeindeforum wurde am 08.11. die Gemeindefeuerwehr Tiefenbach gegründet. Die FFW Marbach ist eine von 6 Wehren, die der Gemeindewehr angehören.
• In diesem Jahr wird die Jungenfeuerwehr der FFW Marbach erstmalig Kreismeister im Kreis Mittweida.


1998
• Nach 6jähriger Bauzeit, mit vielen Höhen und Tiefen, konnten wir am 14.03. unser umgebautes Gerätehaus mit seinem schönen Schulungsraum mit einer Feier einweihen. Nochmals herzlichen Dank all denen, die am Aufbau beteiligt waren.


2000
• Im April bekam unser Gerätehaus zwei neue Tore. Dadurch wurde nicht nur das Befahren, sondern auch das Äußere unseres Gerätehauses verbessert. Nun fehlte nur noch ein neues Löschfahrzeug, da unser LF 8 schon über 30 Jahre alt war.

2001

• Am 1. Februar konnten wir nun doch noch unser neues Löschfahrzeug im Empfang nehmen. Gemeinsam mit vier Kameraden der FFW Etzdorf, die ebenfalls ein neues Löschfahrzeug des gleichen Typs erhielten, fuhren die Kameraden Gerhard Zill, Holger Lesch und Martin Geißler sowie Bürgermeister und der Kämmerer unserer Gemeinde nach Lucknwalde, um die Fahrzeuge zu übernehmen. Bei diesem Fahrzeugen handelt es sich um ein Kleintanklöschfahrzeug “KTLF-Futura - Mercedes“. Der feuerwehrtechnische Teil stammt von der Firma Schmidts GmbH. Wir hoffen, dass wir mit dieser Technik die uns gestellten Aufgaben aller Art ebenfalls so lange erfüllen können wie mit der vorherigen.
• Die Einsatzbreite der Feuerwehren hat sich im Laufe der Zeit stark verändert. Waren es anfangs noch Einsätze bei Bränden von Holz, von Stroh und anderen festen Stoffen, hat sich unsere Einsatzbreite stark erweitert. So werden wir jetzt zu Verkehrsunfällen, Unfällen mit Gefahrengut und zu Beseitigung von Umweltverschmutzungen gerufen. Dies alles bedarf einer soliden theoretischen sowie praktischen Ausbildung. Durch Schulungen im FTZ Hainichen und durch unsere Dienste in der FFW werden unsere Kameraden immer weiter geschult und die vorhandenen Kenntnisse gefestigt.

2001


2002
• die “Jahrhundertflut“ hat auch Marbach hart getroffen. Die Kameraden hatten Einsätze über mehrere Tage auch in den Nachbarorten zu absolvieren.

2007


2008
• wurden im Rahmen der zweiten Gemeindereform die Gemeindefeuerwehren Tiefenbach und (Alt-)Striegistal zur neuen Gemeindefeuerwehr Striegistal vereinigt.

2010
• Das Gerätehaus bekommt einen neuen Außenanstrich samt Schriftzug und Schutzpatron-Bild

2013


2014
• Die Feuerwehr bekommt eine Fahne, welche am 06.März feierlich in Dienst gestellt wird


• Aktuell besteht die Freiwillige Feuerwehr Striegistal, Ortsfeuerwehr Marbach, aus 6 Jugendfeuerwehrleuten und 29 aktiven Mitgliedern in der Einsatzabteilung


2017
• Im Januar übernahm Florian Wiehring die Wehrleitung der FFW Marbach als 8. Wehrleiter. Sein Vorgänger, Frank Quaas, hat die Wehr 22 Jahre ehrenvoll geleitet.